Nabelpflege

#ImWochenbett

Desinfizieren mit Octenisept, Calendula-Essenz, 70-prozentigem Alkohol – oder gar nichts tun?

Vielleicht hast du bezüglich Nabelpflege auch schon unterschiedliche Empfehlungen gehört.

Im Geburtshaus empfehlen wir die trockene Nabelpflege: Das heisst, der Nabelschnurrest wird trocken gehalten, möglichst oft der frischen Luft ausgesetzt, aber nicht routinemässig desinfiziert.

Denn Studien zeigen, dass Desinfektionsmittel in westlichen Ländern im Vergleich zur trockenen Nabelpflege keinen Einfluss auf das Abheilen des Nabelstumpfs haben.

Wichtiger Bestandteil der trockenen Nabelpflege ist die tägliche Beurteilung des Nabels, damit du Auffälligkeiten frühzeitig erkennen kannst, die eine regelmässige Desinfektion notwendig machen.

Es ist normal, wenn der Nabel stinkt, sich ein gelbliches, schmieriges Sekret löst oder ganz wenig Blut herauströpfelt. All das ist kein Grund zur Sorge!

Ist der Bauch um den Nabelschnurrest aber gerötet – und sei es noch leicht – solltest du deine Hebamme darüber informieren. Denn nun es ist wichtig, die Rötung sehr gut zu beobachten und den Nabel zu desinfizieren. Zu einer ernsthaften Entzündung des Nabels kommt es heutzutage in Industrieländern zum Glück aber extrem selten.

Übrigens...

➡️ Deine Hebamme entfernt die Nabelschnurklemme, wenn der Stumpf getrocknet ist, das ist meist nach ca. zwei Tagen der Fall.

➡️ Der Nabelschnurrest vertrocknet in der Regel innerhalb der ersten zwei Lebenswochen ganz, wird schwarz und fällt ab, und zwar unabhängig davon, welche der eingangs erwähnten Methoden der Nabelpflege gewählt wird. Halte dich deshalb an die Empfehlung deines Geburtsortes oder der Hebamme, welche dich im ambulanten Wochenbett begleitet.

➡️ Egal, wie du den Nabel deines Babys pflegst – seine Form kannst du nicht beeinflussen! 😉

➡️ Durch ein 24-h-Rooming-In kann die Besiedelung des Nabels mit krankmachenden Keimen signifikant verringert werden.


📸: Simona Dietiker
Dokumentarische Familien- & Geburtsfotografin für echte Erinnerungen und emotionale Bilder, die bleiben

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